Wissenschafts- und Forschungsregion

Flüssigkeit, die mit einer Pipette in mehrere Reagenzgläser gefüllt wird
Bild: Africa Studio - Fotolia.com

Berlin-Brandenburg hat mit seiner Vielzahl an Hochschulen und Forschungseinrichtungen bereits einen hervorragenden Ruf als Wissenschafts- und Forschungsregion. Die Leistungskraft der Region ist im Rahmen des bundesweiten Exzellenzwettbewerbes eindrucksvoll unter Beweis gestellt worden. Dies wird zukünftig noch mehr internationale Aufmerksamkeit anziehen.

Die Forschungseinrichtungen und Hochschulen der Länder Berlin und Brandenburg arbeiten in vielfältigen Formen zusammen, wie beispielsweise im Rahmen von Forschungsprojekten, durch Ausrichtung gemeinsamer Veranstaltungen oder beim Austausch von Informationen. Ein besonderes Beispiel hierfür ist die Vereinbarung von 16 Berliner und Brandenburger Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen, die Region zu einer Modellregion für Klimaforschung zu entwickeln. Bemerkenswert ist darüber hinaus die Vielzahl der gemeinsamen Berufungen (im Jahr 2007 waren es 18) zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen des jeweils anderen Landes. Im Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird die Region Berlin-Brandenburg herausgestellt.

Gründung wissensbasierter Unternehmen unterstützen

Von besonderer Bedeutung für die weitere Entwicklung der Wissenschaftsregion ist die Gründung innovativer Unternehmen aus Wissenschaft und Forschung heraus. Die Länder Berlin und Brandenburg sowie die Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region haben sich die Zusage des Leitbildes zu eigen gemacht, „die Gründung wissensbasierter Unternehmen aus Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen heraus zu unterstützen und so einen Beitrag zur Verwertung von Forschungsergebnissen in der Praxis sowie zum Personaltransfer in die Wirtschaft zu leisten“ (Leitbild, S. 15). Beispiele für das vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebot der Hauptstadtregion sind:

  • das Technologie Coaching Center (TCC) in Berlin. Das seit 1997 aktive TCC als zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für Existenzgründungen und bestehende Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung innovativer, technologieorientierter Produkte und Dienstleistungen ist. Ziel und Kernaufgabe des – aus Mitteln des Europäischen Regionalfonds (EFRE) geförderten TCC – ist es, diese Unternehmen durch begleitende, integrative Beratung (Coaching) zu unterstützen und somit die Grundlage für Stabilität und Wachstum zu bieten. Seit 2008 wurde das TCC um spezielle Angebote für Unternehmen der Kreativwirtschaft erweitert.
  • das Brandenburgische Institut für Existenzgründungen und Mittelstandsförderung e.V. (BIEM) trägt an den Hochschulen des Landes Brandenburg seit seiner Gründung 2006 zur Steigerung der Gründungsorientierung und –befähigung der Studierenden bei. Das BIEM wird von sämtlichen Brandenburger Hochschulen gemeinsam mit der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) getragen. Es ist eine in Deutschland einzigartige gemeinsame Initiative aller Hochschulen eines Landes. Unterstützung bei Unternehmensgründungen aus dem Hochschul- und Forschungsbereich leisten auch die spezifischen Förderprogramme des Landes Brandenburg wie z.B. der Hochschullotsendienst.

Weitere Beratungsmöglichkeiten für Existenzgründer aus Wissenschaft und Forschung bietet der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg und die deutschen Gründer- und Unternehmertage in Berlin.

Wissenschaftlerinnen und junge Unternehmerinnen erhalten in der Hauptstadtregion eine spezifische Unterstützung. Beide Länder haben gezielt und mit großem Erfolg Maßnahmen ergriffen, um den Frauenanteil an Hochschulen zu erhöhen. Dazu gehören gesetzgeberische Anpassungen (Hochschulgesetze), Unterstützungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Karriere („familiengerechte Hochschule“) sowie spezifische Förderprogramme. Im Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten befinden sich die Länder Berlin und Brandenburg auf den vordersten Plätzen, Berlin belegt den ersten Platz.

Weiterführende Links / Informationen / gemeinsame Aktivitäten: