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Der Flughafen "Berlin Brandenburg International" (BBI)

Nachdem das Bundesverwaltungsgericht in erster und letzter Instanz in vier Musterklagen am 16. März 2006 den Bau des Flughafens BBI am Standort Schönefeld für rechtmäßig erklärt hat, haben die Bauarbeiten für den Flughafen BBI(Externer Link) offiziell mit dem ersten Spatenstich am 5. September 2006 begonnen. Die Inbetriebnahme des Flughafens BBI ist im Juni 2012 geplant.

Mit dem BBI erhält die Region die einzigartige Chance, wieder zu einer wichtigen Drehscheibe des Flugverkehrs zu werden. Der BBI wird das bestehende Berliner Flughafen-System mit den drei Airports Schönefeld, Tegel und Tempelhof ablösen, das mittel- und langfristig nicht in der Lage ist, den Flugverkehr von und nach Berlin abzuwickeln. Zunächst wurde der City-Airport Tempelhof am 31. Oktober 2008 geschlossen, spätestens ein halbes Jahr nach der Eröffnung des BBI wird dann auch Tegel aufgegeben, der derzeit verkehrsreichste Berliner Flughafen.

Der Bau des BBI ist eingebettet in eine ganze Reihe von Infrastrukturprojekten, mit denen der Berliner Südosten besser an die City angebunden wird. Der BBI erhält einen eigenen Autobahnanschluss und einen Bahnhof direkt unter dem Terminal. Straßen- und Schienenwege ins Berliner Zentrum, nach Cottbus und Dresden, zur polnischen Grenze und in Richtung Potsdam/Magdeburg werden ausgebaut. Der Airportshuttle wird für die Fahrt vom Flughafen zum Berliner Hauptbahnhof im Parlaments- und Regierungsviertel lediglich 20 Minuten benötigen. ICE-, IC-, S- und Regionalbahnverbindungen ergänzen das Angebot.

Der BBI sichert so auf absehbare Zeit die in Berlin und Brandenburg dringend benötigten Kapazitäten in der Wachstumsbranche Luftfahrt. 22 Millionen Passagiere beträgt die Startkapazität. Modular kann die Kapazität des Flughafens BBI weiter gesteigert werden. Die Bündelung des Verkehrs auf einem einzigen Flughafen mit zwei Start- und Landebahnen schafft zudem die Voraussetzung, mehr Transitpassagiere als bisher anzuziehen und so zusätzliche Wertschöpfung für die Region zu generieren.

Verkehrsanbindungen an den BBI

Der BBI-Standort in Schönefeld ist günstig: schnell erreichbar, stadtnah, Teile des bestehenden Flughafens können weitergenutzt werden.

Die ökologische Gesamtbilanz des Projekts fällt positiv aus: Zwar werden durch den Flughafen-Ausbau einige Zehntausend Anwohner am Airport Schönefeld stärker durch Fluglärm belastet. Im Gegenzug aber werden rund eine dreiviertel Million Personen dauerhaft vom Fluglärm entlastet, da die innerstädtischen Airports Tegel und Tempelhof geschlossen werden.

Die Marktchancen des BBI liegen neben dem natürlichen Magneteffekt der Hauptstadt Berlin im Verkehr in die sich entwickelnden Staaten Osteuropas und Asiens. Gegenüber den bestehenden Luftdrehkreuzen im Westen Europas hat Berlin einen Vorteil: Die Flugzeiten zu östlichen Destinationen sind vom BBI eine Stunde kürzer.

Nach Ansicht aller Fachleute liegt die Zukunft Berlin-Brandenburgs bei den hochqualifizierten Dienstleistungen – die aber brauchen schnellen Transport. Im Bau des BBI liegt daher die besondere Chance der Hauptstadtregion: Mit schnellen und effizienten Verbindungen schafft er die Voraussetzungen für neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung, denn für spezialisierte Dienstleister und High-Tech-Unternehmen ist die Nähe zu einem leistungsfähigen Luftdrehkreuz einer der wichtigsten Standortfaktoren.
  

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